Lehrer und Leerer
Ein Lehrer trat an mich heran, mit Büchern voll von Sternenstaub.
Er zeigte mir was Welten sind und schrieb Erkenntnis auf mein Denken — Mit Kreide auf die Tafeln meiner Zeit.
Er füllte Seiten voll mit Fragen, gab dem Klang Form und Dingen Namen. Er sagte: „Dies ist ein Baum, das ein Gesetzt, hier ein Gedanke, dort ein System.“
Und ich baute mir ein Haus aus Begriffen — Doch ich wohnte nicht darin.
Ein Buch ohne zurück
Manchmal stelle ich mir vor, das Leben ist ein Buch, das ich lese, ohne jemals eine Seite zurückblättern.
Kein Zurückspulen, kein Wiederholen, keine Stelle, die ich unterstreichen kann, um sie später noch einmal zu fühlen.
Nur ein einziges, unaufhaltsames Weiter.
Es ist so leicht, durchzublättern. Die Augen fliegen zu lassen, immer auf das große Finale zu hoffen.
Aber das Leben versteckt sich nicht im Schlusskapitel. Es singt in den unscheinbaren Absätzen, in den halben Gedanken, in den verschmierten Randnotizen.